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SOCIAL MEDIA MARKETING

Mehr Content Engagement durch Facebook-Gruppen.

Paul Schütz, Founder & Managing Partner, Hamburg

5. September 2018

Heutzutage gibt es unzählige Möglichkeiten online Werbung zu schalten und unzählige Marketing-Tools, die einem dabei helfen. Die Frage ist: Für was gibt man sein Geld aus? Hier ist eine neue Idee: Gib es nicht aus! Es gibt viele kostenlose Möglichkeiten, das eigene Unternehmen zu bewerben. Eine spannende Option sind Facebook-Gruppen. Die Rede ist nicht von Facebook-Seiten – diese sind ein Thema für einen anderen Blogbeitrag. Gruppen sind persönlicher und deine Chance, wirklich zu zeigen, wie gut du dein Geschäft und deine Branche kennst. Zeit, sich die Sache ein wenig genauer anzuschauen.

Content is King, Queen und der ganze Hof. 

Der erste Schritt beim Erstellen einer Facebook-Gruppe ist NICHT das Hinzufügen neuer Mitglieder. Wenn auf die Mitglieder von Beginn an nichts Lohnenswertes wartet, werden sie gehen und nie wiederkommen. Beginne also damit, die Gruppe mit Content zu füllen, auf den Mitglieder eingehen und mit dem sie interagieren können. Content in Facebook-Gruppen geht über nette Bilder und motivierende Sprüche hinaus. 

Teile einige deiner Blog-Einträge und gib diesen einen neuen Spin, biete Tipps und Tricks und teile Branchen-Insights, die nicht durch eine einfache Google-Suche auffindbar sind. Kuratiere starke Inhalte. Werde persönlich. Du musst nicht alle deine Geheimnisse preisgeben. Aber stelle sicher, dass deine Facebook-Gruppe ein Ort ist, wo Mitglieder etwas Neues lernen können, bevor du die erste Einladung rausschickst. 

Sei (ein wenig) selektiv. 

Widerstehe dem Impuls, alle deine Facebook-Kontakte in die neue Gruppe einzuladen – und diese direkt im Anschluss zu bitten dasselbe zu tun. Das ist kontraproduktiv. Deine Gruppe soll ein Platz für wirklich interessierte, aktive und engagierte Mitglieder sein, die etwas zum Thema beisteuern können. Nicht jeder deiner Kontakte passt in dieses Raster. 

Deine öffentliche Facebook-Seite ist der Ort für Firmen-Updates, Neuigkeiten und Fotos – hier kannst du jeden einladen, den du kennst. Deine Gruppe muss jedoch ein Ort für Menschen sein, die wirklich daran interessiert sind, zu lernen und sich mit Themen rund um deine Nische auseinanderzusetzen. Leute, die einfach nur joinen, werden nur deine Mitgliedszahl erhöhen – mehr nicht. Es gibt Facebook-Nutzer, die jede Einladung annehmen, die auf sie geworfen wird. So sind sie Mitglied in hunderten von Gruppen und in keiner von ihnen aktiv – dafür bleibt schlichtweg keine Zeit. 

Die Exklusivität der Gruppe fördert hochwertige Beiträge, erzielt höheres Engagement und steigert den Erfolg der Gruppe insgesamt. Eine erfolgreiche Gruppe beschert dem „Besitzer“ einen Authority-Boost, der sich sehen lassen kann. Mehr hochwertige Gruppen-Aktivitäten führen somit langfristig zu einer größeren Markenbekanntheit und Publicity für dich. 

Engagement ist keine Einbahnstraße. 

Du musst dir eins von Anfang an klar machen: Zu Beginn musst du viel Zeit in der Gruppe verbringen, um Dinge zu posten, Kommentare zu schreiben und mit den Inhalten zu interagieren, die deine Mitglieder beitragen. Irgendwann kann man etwas zurücktreten, aber verwechsele „kostenlos“ nicht mit „einfach“, wenn es um Facebook-Gruppen geht. 

Eine erfolgreiche und angesehene Facebook-Gruppe erfordert Zeit, Kreativität und viel Fleiß. Konsistenz ist dabei eine der wichtigsten Säulen. Wenn ein Mitglied eine Frage stellt, beantworte sie nach bestem Wissen und Gewissen – und zwar schnell. 

Wenn Menschen miteinander diskutieren, wird es natürlich auch zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Bleibe immer respektvoll. Nichts ist schlimmer, als eine Gruppe voller Marktschreier, die nur ihre eigene Meinung durchpressen wollen. Sei offen für neue Perspektiven. 

Deine Gruppen-Mitglieder werden die ganze Arbeit bemerken, die du leistest. Sie werden es mit Loyalität, Aufmerksamkeit, Empfehlungen und vielleicht sogar ihrem Geldbeutel belohnen. 

Probieren geht über studieren. 

Klingt nach Stress und Arbeit? Ist es auch. Aber keine Sorge: Du kannst das auf jeden Fall. Probiere dich einfach aus. Wenn du dein Thema wirklich liebst und verstehst, kann es nicht schiefgehen. 

Gerade in Zeiten, in denen Unternehmensseiten herbe Einbrüche in ihrer Sichtbarkeit bei Facebook erfahren, sind Facebook-Gruppen eine großartige Möglichkeit, organisch eine Community zu bauen, die aktiv an deinem Content interessiert ist. 

Willst du dir das wirklich entgehen lassen?