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CONTENT MARKETING

eCommerce Content Marketing Tipps: Influencer & Backlinks

Paul Schütz, Founder & Managing Partner, Hamburg

22. August 2018

Vor drei Wochen haben wir eine Serie zu eCommerce Content Marketing Tipps gestartet. Im ersten Part dieser mehrteiligen Blogreihe ging es um die Zielgruppenanalyse und Erstellung von Buyer Personas. In Woche zwei haben wir uns mit der Konkurrenzanalyse und Content-Typen beschäftigt. Der Beitrag vergangene Woche drehte sich um die Content-Planung und Content-Promotion. Du hast die ersten drei Beiträge verpasst? Dann solltest du dort starten, um dir keine nützlichen Informationen entgehen zu lassen.  

Der vierte und vorläufig letzte Teil dieser Reihe steht im Zeichen des Influencer Marketings und einem kleinen Exkurs zu Backlinks. Die Einleitung behalten wir übersichtshalber in jedem Beitrag, damit jeder Blog für sich alleine stehen kann. Solltest du bereits die ersten drei Beiträge der Serie gelesen haben, kannst du also einfach zu der Überschrift „Die Sache mit den Influencern“ springen und von dort weiterlesen.

Content Marketing ist eine der besten Möglichkeiten, um neue Kunden für einen eCommerce-Shop zu akquirieren. 82 % der Verbraucher geben an, nach dem Lesen von produzierten Inhalten eine positivere Einstellung gegenüber eines Unternehmens oder einer Brand zu haben.

70 Prozent der Verbraucher ziehen es vor, sich über ein Unternehmen und seine Produkte durch Inhalte wie Blogs und Artikel zu informieren, im Gegensatz zu klassischer Werbung. Als ob das nicht genug wäre, kostet Content Marketing in der Regel etwa 60 Prozent weniger als andere Arten von konventionellem Marketing und generiert etwa dreimal mehr Leads. Klingt gut? Finden wir auch.

Tipps zum Content Marketing für eCommerce.

Allerdings kann Content Marketing schwierig sein wenn man nicht genau weiß, was man tut. Dies gilt insbesondere für den Bereich eCommerce. Man kann nicht einfach nur wahllos Content produzieren und sofortige Ergebnisse erwarten. Deswegen haben wir diesen mehrteiligen Guide zusammengestellt, um die wichtigsten Fragen und Tipps rund um das Thema Content Marketing für eCommerce zu klären.

Die Sache mit den Influencern.

Wie bereits im letzten Blogbeitrag zu Content-Promotion erwähnt, ist es eine gute Idee, Content durch Earned Media, sprich Multiplikatoren zu bewerben. Das relativ neue Phänomen Influencer Marketing ist in den meisten Fällen eine Mischung aus Earned und Paid Media, da vor allem große Social-Media-Influencer ihre Reichweite in den meisten Fällen nur über bezahlte Kooperationen zur Verfügung stellen. Der Vorteil ist klar: Influencer sind ein guter Weg, um Content viel schneller und an ein größeres Publikum zu bringen. Gleichzeitig sprechen Influencer sehr spezifische Zielgruppen an, was die Reichweite wertvoller macht.

Influencer Marketing: Finde die schwarzen Schafe.

Aber Vorsicht! Ein gründlicher Backgroundcheck sollte bei jeder Influencer-Marketing-Maßnahme der erste Schritt sein. Fake Follower und künstlich aufgeblasenes Engagement sind keine Seltenheit. Doch wie findest du heraus, wer die Influencer sind, mit denen eine Kooperation sinnvoll ist? Diese Punkte sollte der individuelle Influencer abdecken.

  • Ein solider Blog mit regelmäßigen und ansprechenden Beiträgen.
  • Eine engagierte Social-Media-Präsenz mit Followern, die tatsächlich Bezug zu den einzelnen Postings nehmen. 3000 Kommentare, die nur aus Emojis bestehen, sind ein schlechtes Zeichen.
  • Eine Nische, die ein gemeinsames und ähnliches Publikum hat.

Mit diesen Eigenschaften im Hinterkopf ist es an der Zeit, die passenden Influencer zu finden. Der erste Schritt ist es, Blogger in deiner Nische zu erforschen. Hier kann bereits eine einfache Google-Suche helfen. Anschließend erstellst du eine Liste und vergleichst. Wichtig ist auch zu untersuchen, welche Art von Content die jeweiligen Influencer veröffentlichen und wie viele Retweets, Shares usw. es gibt.

Influencer Marketing: Nutze Tools zur Analyse.

Vor allem für die Social-Media-Profile sollte man auf etablierte Datenbanken wie InfluencerDB zurückgreifen. Es gibt zahlreiche Influencer Marketing Tools, die Profile auf ihre Authentizität untersuchen. So findet man schnell heraus, wo die Follower herkommen, wie die durchschnittliche Engagement-Rate ist und ob alles mit rechten Dingen läuft.

Influencer Marketing: Kontakt aufnehmen.

Nachdem du eine Liste der Influencer erstellt und deine Favoriten herausgesucht hast, ist es Zeit für den ersten Kontakt. Manchmal läuft dieser Kontakt über Influencer-Agenturen, die das Management für einzelne Creator übernehmen. In den meisten Fällen kontaktiert man jedoch die Influencer direkt. Im Falle einer reinen Paid Promotion klärt man die Rahmenbedingungen und legt los.

Im Falle einer Earned-Media-Beziehung läuft der Prozess ein wenig anders (sprich: Es braucht Zeit!). Earned Media lebt von Win-Win-Szenarien. Das heißt, dass sich beide Parteien erst einmal annähern und kennenlernen müssen. Dies geschieht natürlich nicht über Nacht, aber das langfristige Ziel sollte sein, ein gegenseitig vorteilhaftes Verhältnis zu fördern.

Beginne damit, dich mit der einzelnen Person intensiv zu beschäftigen. Lies die Blogbeiträge und nimm Bezug darauf, folge den einzelnen Social-Media-Auftritten, nutze die DM-Möglichkeiten einzelner Plattformen, um einen Dialog aufzubauen. Zusätzlich kannst du beginnen, mit dem Influencer und seinem eigenen Publikum zu interagieren. Und Stück für Stück kommt man einer gegenseitigen Content-Promotion näher.

Micro-Influencer als Geheimtipp.

Vor allem für kleinere Unternehmen ohne großes Marketing-Budget lohnt es sich besonders, nicht direkt auf die großen Influencer einzugehen, sondern sogenannte Micro-Influencer an Bord zu holen. Je nach Plattform unterscheidet sich deren Reichweite. Um Instagram als Beispiel zu nehmen, besitzen Micro-Influencer eine dezidierte Nische und liegen bei einem Follower-Count zwischen 10.000 – 100.000 mit einer Engagement-Rate in Höhe von ca. 10% – 20%. Hier gibt es sowohl für Paid als auch für Earned Promotions sehr viele Optionen, die auch kleinere Unternehmen gut stemmen können.

An dieser Stelle machen wir einen Punkt, da das Thema Influencer Marketing sehr groß ist und es noch viel zu sagen gibt. Aber für einen ersten Überblick sollte das ein wenig Futter zum Weiterarbeiten geben. Bei weiteren Fragen: Schreib uns!

Backlinks

Backlinks, auch Rückverweise genannt, sind im Grunde nicht anderes als Empfehlungen von anderen Webpages auf deinen Content. Dieser einfache Hyperlink bewirkt jedoch langfristig Wunder!

Google errechnet das Ranking einer Website unter anderem anhand eines Link Scores und hat wiederholt gesagt, dass Backlinks einer der wichtigsten Faktoren im Suchalgorithmus sind. Für organisches SEO haben Backlinks somit eine große Relevanz.

Du willst aber nicht nur irgendwelche Backlinks. Du willst qualitativ hochwertige Backlinks.

Wenn du also versuchst, Backlinks zu gewinnen, ist es wichtig zu verstehen, welche Art von Content am besten funktioniert. Es gibt einige Arten von Inhalten die nahezu dafür prädestiniert sind, mehr Backlinks und Shares einzubringen.

Guides: Du möchtest sichergehen, dass du beziehungsweise deine Inhalte als Autorität für Informationen stehen, die für deine Branche relevant sind. Diese Leitfäden sollten ausführlich sein – etwa 5.000 bis 20.000 Wörter. Solch ein Guide nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Und das sollte er auch.

Listicles: Menschen lieben Listen. Sie sind einfach zu lesen und machen mehr Spaß als lange Artikel. Das macht sie extrem teilbar. Persönlich glaube ich fest daran, dass Content-Publishing-Häuser wie Buzzfeed und Co. nur so erfolgreich geworden sind, weil sie die Kunst der Listicles perfektioniert haben. Hier kann man sich also ein gutes Beispiel nehmen.

Interviews und Expertenrunden: Schnappe dir eine geeignete Person, die im besten Fall bereits über eine eigene Audience verfügt, und frage nach ihrer Meinung zu einem für dich und sie relevanten Thema. Menschen lieben „Expertenmeinungen“ und „Experten“ lieben es, Aufmerksamkeit zu erhalten. Nicht nur ist diese Art von Content sehr teilbar. Zusätzlich wird dein Interviewpartner den Inhalt teilen, sobald er veröffentlicht wird, was dazu beiträgt, dass dein Content vor mehr Leuten erscheint.

Damit schließen wir für vorerst unsere Blogreihe zu Content Marketing Tipps für eCommerce ab. Solltest du Anmerkungen, weitere Fragen oder Themen haben, zu denen du gerne mehr erfahren würdest: Wir sind nur einen Klick entfernt.